1. Worum es jetzt geht
Die Genehmigung von 11 Windräder zwischen Zootzen und Schweinrich lässt sich nur noch durch ein erfolgreiche Klage aufhalten. Betroffen sind Waldflächen, sensible Lebensräume und der Erholungsraum Dranser See.
2. Warum wir jetzt Spenden brauchen
Die Zeit drängt. Wir müssen jetzt die umfangreichen Genehmigungsunterlagen juristisch prüfen lassen, um eine Klage zu ermöglichen.
3. Was jede Spende bewirkt
Wir finanzieren mit den Spenden die rechtliche Prüfung, die anwaltliche Vertretung und die Gerichtskosten.
Bitte helfen Sie jetzt, Jede Spende zählt, Jedes Teilen hilft.
Freiraum Wittstock-Ruppiner Heide e. V. (gemeinnütziger Verein)
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Gerne stellen wir Ihnen auf Wunsch auch eine Spendenquittung aus. Schreiben Sie uns dafür einfach eine E-Mail.
Der Windpark Schweinrich Zootzen ist genehmigt
Mit der am 4. März 2026 veröffentlichten Genehmigung des Landesamtes für Umwelt(LfU) Brandenburg für elf Windenergieanlagen in 16909 Wittstock/Dosse OT Zootzen ist aus einem langjährigen Konflikt akuter Handlungsdruck geworden. Offiziell genehmigt wurden elf Anlagen des Typs Nordex N149/5.X. Der Bescheid umfasst ausdrücklich nicht nur die Anlagen selbst, sondern auch eine Waldumwandlungsgenehmigung, die wasserrechtliche Zulassung zur Querung des Kleinluchs sowie Ausnahmen vom gesetzlichen Biotopschutz und vom besonderen Artenschutz.
Genehmigungsunterlagen hier abrufbar:
https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=f8841549-703c-4ce2-8110-7c5f5c0998ee&q=Zootzen
Die Unterlagen zur Genehmigung sind vom 5. März 2026 bis einschließlich 18. März 2026 über das zentrale UVP-Internetportal einsehbar. Danach gilt der Bescheid als zugestellt – auch gegenüber Menschen, die keine Einwendung erhoben haben.
Wer gegen die Entscheidung vorgehen will, kann innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe Widerspruch beim Landesamt für Umwelt einlegen. Wichtig ist aber: Bei Windkraftanlagen dieser Größe hat ein Widerspruch von Dritten nicht automatisch eine aufschiebende Wirkung. Das bedeutet: Nur weil Widerspruch eingelegt wird, ist das Projekt nicht automatisch gestoppt.
Eine Katastrophe für Mensch und Natur
Der Verein Freiraum Wittstock-Ruppiner Heide e.V. beschreibt das sogenannte Windeignungsgebiet (WEG 18) zwischen Schweinrich und Zootzen mit 397 Hektar, davon 317 Hektar Wald und davon 121 Hektar Wald mit hoher ökologischer Bedeutung. Der hier geplante und jetzt zum Teil genehmigte Windpark umfasst insgesamt 19 Anlagen mit einer Höhe von 240 und 250 m. Die 8 weiteren geplanten Windräder befinden sich auch schon im Genehmigungsverfahren des LfU Brandenburg. Die jetzt genehmigten elf Anlagen sind folgendermaßen verortet: 7 Windräder (WEA) im Wald,( davon 2 WEA am Wallitzer Weg) 1 WEA in einer Waldlichtung, 2 WEA im Kleinluch, 1WEA am Wallitzer Weg. Dieser Windpark liegt direkt zwischen dem Schutzgebiet FFH-Gebiet Kyritz-Ruppiner Heide, (ehemaliges Bombodrom) und dem FFH-Gebiet Dosse.
Die genehmigten elf Anlagenstandorte befinden sich in ihrer Gänze in einem „unzerschnittenen Raum“ gemäß Landschaftsrahmenplan OPR, einem der größten unzerschnittenen Naturräume Deutschlands. (ca.250km) das nicht von Straßen, Siedlungen oder intensiver Nutzung zerschnitten ist.
Eine Überplanung mit Windenergieanlagen sei dort nicht vorgesehen, weil sie den Biotopverbund zerschneide und die Landschaft massiv überpräge. Die insgesamt 19 WEA mit Rotoren von je 150 m Durchmesser wären eine Barriere zwischen dem FFH-Gebiet Kyritz-Ruppiner Heide(ca. 120km), dem FFH-Gebiet Dosse und dem Naturpark Stechlin-Ruppiner.
Auch artenschutzfachlich ist der Raum hochsensibel.
Unmittelbar an den geplanten Windrädern (Umkreis 300m) und an den geplanten nZuwegungen (Umkreis 50m) wurden 89 Vogelarten nachgewiesen. Wie z. Bsp. Rot- un d Schwarzmilan, Mäusebussard, Baumfalke, Weißstorch, Seeadler, Heidelerche, Kranich, Wiedehopf, Ziegenmelker u.v.a. Der Ziegenmelker ist die Flagschiffart der Kyritz-Ruppiner Heide und eine der größten Populationen Deutschlands. Auf dem Gelände des ehemaligen Truppenübungsplatzes wurden bis zu 512 Ziegenmelker-Reviere festgestellt. Das Wappentier der Heide ist der spektakuläre und seltene Wiedehopf. Der südliche Teil der Kyritz-Ruppiner Heide wird von der Heinz Sielmann Stiftung betreut. In erner Stellungnahme zu dem Windpark erklärte sie bereits 2020, dass der Ausbau der Windenergie an diesem sensiblen Standort nicht naurvertäglich ist. Die Stiftung verlangte besonderes Augenmerk auf Insekten-, Vogel- und Fledermausschutz, sowie auf die Vermeidung zusätzlicher Lichtverschmutzung.
Unser Naherholungsgebiet der Dranser See, die „Badewanne der Wittstocker“ ist ca. 1,5 Kilometer von dem geplanten zukünftigen Windindustriegebiet entfernt. Der See und seine Umgebung als Ort der Ruhe und der Naturerholung werden durch riesige rotierende Windräder für immer verloren Gehen.
Diese Zerstörung des Landschaftsraumes wird einen erheblichen negativen Einfluss auf den Natutourismus in der gesamten Region haben. Zum Beispiel wird der beliebte und schöne Radwanderweg von Zootzen nach Schweinrich entwertet. Wer möchte sich freiwillig unter riesige Industrieanlagen begeben und deren Lärm ertragen. Besonders im Winter ist hier mit Eisabwurf zu rechnen und die Benutzung des öffentlichen Weges/Plattenstraße erfolgt auf eigene Gefahr. Der Wald als Naturerholungsort, zum Wandern, Pilzesuchen, Ausritte oder Kutschfahrten ist dann Geschichte.
Blinkende Windräder am Horizont v.s. Sternenpark in der Heide
Im Januar 2025 wurde die Kyritz Ruppiner Heide als Internationaler Sternenpark zertifiziert. Das sind ein Alleinstellungsmerkmal in unserer Heimatregion und ein weiterer Baustein für neue Perspektiven im Natur- und Astrotourismus und Widerspricht dem Bau eines gigantischen Windindustriegebietes!!!
Mit diesem Windpark Zootzen/Scheinrich und alle zukünftig geplanten und gebauten Windparks um die Kyritz-Ruppiner Heide werden alle Bestrebungen für den sanften Naturtourismus, den Artenschutz, den Biotopschutz und der Biodiversität in dieser Region entwertet.
Unser Verein ist gemeinnützig anerkannt und kann Spenden annehmen.
Auf der Website ist auch das aktuelle Spendenkonto genannt.
